Fachklinik für Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen

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ERKRANKUNGEN DES ENDDARMES

Erkrankungen des Enddarmes, zu denen Hämorrhoiden, Analfissuren und Analfisteln gehören, sind weit verbreitet. Viele Patientinnen und Patienten verheimlichen jedoch aus Schamgefühl Ihre Erkrankung, da auch heute noch die Analregion eine tabuisierte Körperregion darstellt. Dabei ist es heute möglich, mit Hilfe schonender Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden diese Erkrankungen zu sichern und dauerhaft zu heilen.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Enddarmes. Es handelt sich um eine krankhafte Erweiterung der sonst kleineren Blutgefäße, die sich unterhalb der Schleimhaut am Enddarm befinden.

Was spürt die Patientin/der Patient?

In frühen Phasen der Erkrankung sind die Hämorrhoiden von außen nicht sichtbar (innere Hämorrhoiden). Sie befinden sich noch im Analkanal, können aber gelegentlich zu Blutungen führen. Unbehandelt nehmen die Hämorrhoiden in der Regel an Größe zu und treten in fortgeschrittenen Stadien gelegentlich (beim Pressen und Stuhlgang) oder dauerhaft aus der Afteröffnung hervor. Juckreiz, Brennen, Nässen und Blutungen gehören zu den Symptomen des Hämorrhoidalleidens. Hinter den Symptomen eines Hämorrhoidalleidens können sich auch andere Erkrankungen des Mast- und Enddarmes wie z.B. Geschwülste verbergen. Es ist daher unbedingt notwendig, bei jedem Hämorrhoidalleiden eine bösartige Erkrankung des Mast- und Enddarmes z.B. mit Hilfe der Spiegelung (Endoskopie) auszuschließen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

In den frühen Phasen der Erkrankung können nicht operative Maßnahmen mit Stuhlregulierung und Vermeiden von Verstopfung (ballstreiche Kost, ausreichende tägliche Trinkmenge, in Ausnahmefällen kurzzeitige Einnahme von milden Abführmitteln), Vermeiden von längerem Sitzen und Stehen, Anwendung von speziellen Salben und Zäpfchen hilfreich sein. Treten die Hämorrhoiden zeitweise oder dauerhaft aus der Analöffnung hervor bzw. bleibt die Behandlung ohne Erfolg, werden weitere Therapien eingesetzt. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten umfasst - je nach Beschwerden und Ausdehnung des Befundes - die Verödung (Sklerosierung), Gummibandligatur (Drossel der Blutzufuhr der Hämorrhoiden mit einem speziellen Gummiband), endoskopische Unterbindung des zuführenden Gefäßes (innere Ligatur) oder die opeartive Beseitigung der Hämorrhoiden.

Analfissur


Was ist eine Analfissur?

Unter einer Analfissur versteht man ein längsverlaufender Einriss im unteren Bereich der Analhaut. Analfissuren können akut oder chronisch auftreten. Die Ursache ist meist unbekannt. Häufig wird ein harter Stuhl als Ursache angegeben.

Was spürt die Patientin/der Patient?

Analfissuren sind extrem schmerzhaft. Besonders beim Stuhlgang treten Schmerzen auf. Weiterhin können Blutungen, Nässen und Juckreiz auftreten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die akute Analfissur wird ohne Operation behandelt. Neben den stuhlregulierenden Maßnahmen werden örtlich betäubende Zäpfchen und Salben verabreicht. Auch Sitzbäder sind hilfreich. Weitere Maßnahmen sind die Anwendung von Analdilatatoren (Analdehnern) und das Einspritzen von Botulinustoxin.
Wenn eine chronische Fissur vorliegt, hilft in der Regel nur eine Operation. In Narkose wird ein Teil des inneren Schließmuskels eingekerbt.