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ULCUS CRURIS (OFFENES BEIN, BEINGESCHWÜR)

Ulcus cruris ist ein Sammelbegriff für offene Stellen am Unterschenkel und im Knöchelbereich. Der Begriff bezeichnet eine offene, meist schlecht heilende Wunde. Umgangssprachlich wird Ulcus cruris auch als "offenes Bein" bezeichnet.
Es gibt verschiedene Ursachen für Ulcus cruris. Die häufigste Ursache (ca. 75%) ist eine Erkrankung der Venen z.B. Krampfaderleiden (Varikose, Varikosis), postthrombotisches Syndrom oder chronisch venöse Insuffizienz. Man spricht deshalb auch von einem Ulcus cruris venosum (venöses Ulcus). Weitere Ursachen sind Erkrankungen der Arterienz. B.Durchblutungsstörung der Beine bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Diese Geschwüre bezeichnet man auch als Ulcus cruris arteriosum oder arterielles Ulcus. In manchen Fällen liegt sowohl eine Venenerkrankung als auch eine Durchblutungsstörung, also eine Erkrankung der Arterien, vor. Solche Geschwüre werden als Ulcus cruris mixtum (gemischtes Ulcus) bezeichnet. Weitere seltenere Ursachen sind z. B. bösartige Hautgeschwüre. Infektionen oder spezielle entzündliche Hauterkrankungen, Übergewicht, Rauchen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Hypertonie (Bluthochdruck) erhöhen das Risiko für das Entstehen von Ulcus cruris (offenes Bein).

Wie behandelt man ein Ulcus cruris?

Wichtig ist zunächst die Ursache des Ulcus cruris (offenes Bein) herauszufinden. Mit Hilfe von Doppler- und Duplexsonographie kann festgestellt werden, ob eine Erkrankung der Venen oder Arterien vorliegt. In manchen Fällen ist eine zusätzliche Kontrastmitteldarstellung der Venen (Phlebographie) oder der Arterien (Angiographie) notwendig.

Sollte ein Krampfaderleiden (Varikosis, Varikose) vorliegen, so ist meist die operative Beseitigung der Krampfader notwendig. Lassen sich krankhaft veränderte Verbindungsvenen (Perforansvenen) direkt unterhalb oder am Rande des Geschwürs nachweisen, werden diese mit Hilfe einer endoskopischen Perforansdissektion beseitigt.
Liegt dem offenen Bein eine arterielle Verschlusskrankheit, d.h. eine Durchblutungsstörung des betroffenen Beines, zugrunde, so sind zunächst Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung erforderlich.
Nach Behandlung der Ursachen kann das Ulcus (Geschwür) entweder mit speziellen Verbänden oder operativ behandelt werden. In vielen Fällen ist beides notwendig, d.h. zunächst erfolgt eine Behandlung mit speziellen Verbänden, um saubere Wundverhältnisse zu erreichen, um dann die Wunde, z.B. mit Hilfe von Spalthauttransplantationen (Hautverpflanzung) abzudecken.

Unser Team verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung der chronischen Wunden (Ulcus cruris). Der Leitende Arzt des Zentrums für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Venenheilkunde beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Behandlung des offenen Beies (Ulcus cruris). Mit Hilfe von modernsten Ultraschallgeräten und schonenden Untersuchungstechniken werden die Ursachen des Leidens festgestellt und adäquat behandelt. Zu unserem Therapiekonzept gehört zunächst die Behandlung der Ursachen des Ulcus cruris (offenes Bein) z. B. Krampfaderleidens oder der arteriellen Verschlusskrankheit. Danach erfolgt die lokale Behandlung mit speziellen Wundverbänden. Dazu gehört auch die Behandlung mit Vakuumversiegelung der Wunde mit modernsten Techniken z. B. der VAC-Therapie. Hier wird mit einer speziellen Wundauflage und einem Pumpsystem ein optimales Wundmilieu hergestellt, in dem die Wunden bzw. Geschwüre schnell zur Abheilung gebracht werden können. Nur in einigen Fällen führen wir zur Beschleunigung der Heilung und Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes eine Hautverpflanzung durch, die in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.