Fachklinik für Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen

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DIALYSE-SHUNT

Bei vielen verschiedenen Erkrankungen können die Nieren so geschädigt werden, dass sie ihre wichtige Filter- und Entgiftungsfunktion nicht mehr erfüllen können. Man spricht von einer Niereninsuffizienz. Es handelt sich meistens um Patienten mit langjährigen Erkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), angeborene Fehlbildung der Nieren (z. B. Zystennieren), entzündliche Nierenerkrankungen (Glomerulonephritis) usw.. Bei der Niereninsuffizienz sinkt die Urinausscheidung und die Giftstoffe, die eine gesunde Niere aus dem Blut filtert, steigen an. In solchen Fällen ist eine Blutwäsche (Dialyse) die einzige Möglichkeit, die Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen.

Die Blutwäsche (Dialyse) findet über eine Maschine (Dialysegerät) statt, die die Funktion der Nieren übernimmt. Der Patient hat über seine Blutbahn (Gefäße) Verbindung zum Dialysegerät. Im Rahmen der Blutwäsche (Dialyse) muss das Blut des Patienten durch einen speziellen Filter fließen. Dort wird das Blut entgiftet und über ein Schlauchsystem zum Patienten zurückgeführt. Dieser Vorgang ist nur effektiv, wenn ungefähr ein Viertel Liter Blut pro Minute durch den Filter geleitet wird! Normale Armvenen erlauben einen solch hohen Blutfluss nicht. Um genügend Blut für die Behandlung bereitstellen zu können, verbindet der Gefäßchirurg eine unter der Haut liegende Vene mit einer Arterie (Schlagader) meistens am Unterarm. Es wird also ein Kurzschluss (englisch: Shunt) zwischen diesen Gefäßen geschafft. Durch diese Verbindung fließt nun das Blut mit einem wesentlich höheren Druck in die Vene. Nach einer kurzen Reifezeit ist die Vene prall gefüllt; ihre Wand wird kräftiger und dicker. Durch die Haut leicht tastbar, kann sie dann problemlos zur Blutwäsche (Dialyse) punktiert (angestochen) werden, genauso wie bei einer Blutentnahme.

In unserer Klinik führen wir diese Operation in der Regel in schonender örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durch. Auf Wunsch ist natürlich auch eine Vollnarkose oder Plexusanästhesie (Betäubung des gesamten Armes) möglich.

Bei einigen Patienten sind keine geeigneten Venen mehr zum Anschluss vorhanden. In solchen Fällen kann als Ausweichmethode ein Kunststoffgefäß aus Goretex eingepflanzt werden.