Fachklinik für Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen

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Feuermal: Definition

Das Feuermal, Naevus flammeus, ist eine gutartige, angeborene oder frühkindlich auftretende Fehlbildung der Kapillaren, also der kleinen Gefäße der Haut. Ohne Therapie verbleibt die Fehlbildung, welche am ganzen Körper auftreten kann, lebenslang. Mitunter, bei etwa 5% der Fälle, ist ein Feuermal Teilsymptom einer anderen Erkrankung und tritt in diesen Fällen oft parallel zu Fehlbildungen größerer Gefäße bzw. anderer Gewebe, wie z.B. den Knochen oder dem Fettgewebe, auf. Die Symptome des Feuermals, hellrote bis blaurote Farbveränderungen der Haut welche bei Druck verschwinden, treten zumeist schon bei der Geburt auf; in selteneren Fällen auch erst nach wenigen Tagen.

Man unterscheidet eine symmetrische und eine asymmetrische Form. Das symmetrische Feuermal tritt vorwiegend in geringerer Ausprägung bei 30-50% aller Kinder auf. Es sitzt bei der Geburt an den sogenannten embryonalen Verschlussstellen wie z.B. den Nasenflügeln, den Oberlidern oder in der Kreuzbeingegend; bekannte Sonderformen sind der sogenannte Lachsfleck in der Stirnmitte und der sogenannte Storchenbiss im Nacken

Das asymmetrische Feuermal hingegen tritt bei unter 1% der Neugeborenen und in einer Größe von wenigen Millimetern bis hin zu ganzen Körperpartien auf. Es kann überall am Körper auftreten und wächst – wenn es nicht behandelt wird – ein Leben lang im Verhältnis zum Größenwachstum des Menschen.








Feuermal: Ursachen

Die Ursachen bzw. die erblichen Grundlagen von Feuermalen sind unklar und vermutlich als „Laune der Natur“ anzusehen. Gerüchteweise kursierende Theorien, nach denen Feuermale aufgrund der Lebensführung der Mutter, wie z.B. enge Kleidung oder Schrecken bzw. Trauer während der Schwangerschaft ausgelöst werden, entbehren jeder Grundlage.
Als einzelnes Phänomen ohne weitere Fehlbildungen wird das Feuermal nicht genetisch vererbt. In den seltenen Fällen, in denen das Feuermal gemeinsam mit weiteren Auffälligkeiten auftritt, z.B. Sturge-Weber-Syndrom, das Klippel-Trenaunay-Weber-Syndrom oder das Proteus-Syndrom, liegt jedoch ein genetischer Zusammenhang vor.


Feuermal: Diagnose

Die Diagnose des Feuermals kann in den ersten Lebensmonaten des Kindes auf Basis des Aussehens sowie des Verlaufs der Farbveränderungen der Haut gestellt werden. Eine Entnahme von Gewebe aus den befallenen Hautstellen ist zumeist unnötig, da der für das Feuermal typische erhöhte Gehalt an roten Blutkörperchen in den Gefäßen sowie der vergrößerte Durchmesser der Gefäße erst mit zunehmendem Alter erkennbar wird.
Kinder mit unklaren rötlichen Hautverfärbungen sollten in jedem Fall regelmäßig untersucht werden, um eine Verwechselung des Feuermals z.B. mit einem Blutschwämmchen, also einem Hämangiom, zu vermeiden und bei Bedarf eine möglichst frühe Behandlung des Hämangioms einleiten zu können. Ein Hämangiom ist ein embryonaler Tumor, welcher in den ersten Wochen wie auch ein Feuermal als rötlicher Fleck erscheint, sich aber nach 4-6 Wochen schnell verändert und dunkler, knotiger und erhaben wird.


Feuermal: Therapie

Ein Feuermal beeinflusst mitunter das Selbstwertgefühl eines erwachsenen Menschen, z.B. wenn es im Gesichtsbereich auftritt, sowie das Zusammenleben mit dem Umfeld. Daher ist eine frühzeitige Behandlung sinnvoll, am besten schon im Säuglings- oder Kleinkindalter. Ein Feuermal kann, neben konservativen Maßnahmen wie z. B. einer meist recht zeitaufwändigen Abdeckung mit Camouflage oder Make-up, auch invasiv mit einem Farbstofflaser behandelt werden. Dabei wird es mit einem sogenannten „Blitzlampen gepumpten Farbstofflaser“ (Flashlamp pumped dye laser, FPDL) behandelt, welcher durch seine kurzen Pulslängen von 200 bis 1500 µs ein narbenfreies Verschweißen der kleinen Gefäße auslöst; Komplikationen sind äußerst selten.

Die Kosten der Behandlung werden im Venenzentrum Braunschweig, dank der Spezialisierung der Klinik und einer Sondervereinbarung mit den Versicherungen, von allen Krankenkassen komplett übernommen. Die Ärzte des Venenzentrums Braunschweig haben aufgrund der hohen Zahl von Patienten, die nicht nur aus der gesamten Bundesrepublik anreisen, sondern oft auch aus dem Ausland kommen, eine sehr große Erfahrung in der Diagnostik und Therapie dieses Krankheitsbildes.

Das Venenzentrum Braunschweig verfügt zudem über die modernsten und effektivsten Lasersystme, die es zur Zeit auf dem Markt gibt: beim Farbstofflaser Vbeam von Candela ist durch eine veränderte Pulsstruktur der Einsatz höherer Energiedichten ohne Purpura möglich; eine Steigerung der Energieleistung um ca. 30 % bei allen Spotgrößen macht die Behandlung mit dem Vbeam noch effektiver. Zudem lassen sich durch eine variabel einstellbare Impulsdauer und Spotgrössen mehr vaskuläre Läsionen behandeln. Neben Feuermalen deckt das Behandlungsspektrum des Vbeam weitere Indikationen von Narben und Warzen über Angiomen, Blutschwamm, Schwangerschaftsstreifen, Schuppenflechte bis hin zu sonstigen gutartigen vaskulären Läsionen der Haut ab. Der neue Farbstofflaser Vbeam steht damit für höchste Leistungsfähigkeit kombiniert mit außergewöhnlich guten Behandlungsmöglichkeiten.

Kontakt:
Venenzentrum Braunschweig
Kastanienallee 18- 19
38102 Braunschweig
Tel: 0531/ 707080